Das pädagogische Konzept von PROSOYA

lm Laufe der Jahre haben sich didaktisch-methodische Überlegungen und daraus resultierende Schwerpunkte und Zielsetzungen für die Erziehungs- und Ausbildungsarbeit mit  den Jugendlichen in PROSOYA herauskristallisiert:

  • Alle Unterstützungsleistungen und die konkrete Erziehungs- und Ausbildungsarbeit vor Ort werden von einheimischen Kräften durchgeführt.
  • Die Jugendlichen im  Jungen- wie im Mädchenprojekt erhalten die Möglichkeit, an der staatlichen Schule im Dorf ihren Sekundarabschluss zu machen, ohne dabei von familiären Versorgungsproblemen belaslet zu sein.
  • Sie erhalten im Projekt Verpflegung und Unterkunft, wobei die Mahlzeiten ausreichend, aber nicht übertrieben üppig sind. Ebenso sind Ausstattung, Mobiliar, Kleidung und alle Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens einfach und bescheiden, aber sauber und geschmackvoll. Jeder Luxus wird bewusst vermieden. Man muss bedenken, dass sich die Jugendlichen nach Beendigung ihrer Projektzeit von Neuem der rauen peruanischen Realltät zu stellen haben.
  • Die Jugendlichen leben mit ihren peruanischen Betreuern in jeweils fünf Familiengruppen, NUCFAs -, nucleos familiares'- in einer fröhlichen Gemeinschaft und lernen von- und miteinander.
  • Sie erledigen die häuslichen Aufgaben selbst, halten ihre Zimmer, Duschen und Toiletten sauber, pflegen die Anlage, versorgen Tiere, waschen ihre Wäsche selbst und übernehmen Aufgaben in der Küche.
  • Die Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und Fähigkeiten zu erwerben, die ihnen in ihrem späteren beruflichen und familiären Leben helfen, die Armut, aus der sie kommen, zu überwinden.
  • Nachmittags haben sie praktischen Unterricht, genannt EAPNE - educaciön alternativa präctlca no escolarizada - und lernen nacheinander alle Werkstattbereiche kennen. Dabei finden sie heraus, was lhnen am besten gefällt.
  • Nach ihrem Schulabgang bleiben sie noch ein Jahr lang im Projekt und spezialisieren sich in zwei Fächern. Am Ende steht eine praktische Abschlussprüfung.


Das PROgrama SOcial YAnachaga verfolgt folgende Schwerpunkte:

- die pädagogisch-ethische Erziehung und praktische Ausbildung ansonsten chancenloser Jugendlicher
- die kommunale Förderung durch Integration der Dorfbevölkerung in der Projektumgebung
- ökologische Orientierung aller Maßnahmen, insbesondere Wiederaufforstung im Sinne einer Vorbildfunktion

Die Jugendlichen leben in einer freundschaftlrchen Atmosphäre, in der ethische Werte vermlttelt und gelebt werden, in der einer den anderen achtet und fördert.
Ordnung, Sauberkeit, Fleiß, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Dankbarkeit sind wichtige Grundpfeiler dieser Werteerziehung.

Die Jugendlichen haben dabei die MÖglichkeit, eigene Gedanken und Ideen zu entwickeln und werden ermuntert, diese auch zu äußern. Im Umgang miteinander erwerben sie Kritikfähigkeit und ein gesundes Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.

Es wird ihnen nahegelegt, nach Abschluss ihrer Ausbildung in ihrem ländlichen Umfeld zu bleiben und
möglichst nicht ein "besseres Leben" in der Großstadt Lima anzustreben. Durch die Arbeit in den Projekten soll der Landflucht entgegen gewirkt werden.

Die Mitglieder der Peru-Aktion in Deutschland

testDie Peru-Aktion e.V. ist eine Gruppe von Handwerkern, Facharbeitern, Lehrern,  Ärzten, Ingenieuren und Studenten.

Das gemeinsames Ziel des Vereins ist es, peruanischen Sozialwaisen, die aufgrund ihrer Herkunft keine Lebens- und Ausbildungsmöglichkeiten besitzen, eine Lebens-Perspektive durch eine solide handwerkliche Grundausbildung zu geben.

Aus der Zusammenarbeit der inzwischen verstorbenen Initiatoren - Rolf Schlegel und seinem peruanischem Partner Hugo Fernández - entstand Mitte der 80ger Jahre eine persönliche Freundschaft. Beide Initiatoren waren sich einig, dass sie angesichts der Lebenssituationen vieler junger Menschen in Peru tätig werden mussten. Es fehlte eine sichere Grundversorgung und eine tragfähige Ausbildung, die ihnen Lebensperspektiven eröffnen konnten.

1987 erwarb der Verein eine verfallenen Hazienda "Yanachaga" im Bergurwald von Peru und gründete 1988 den Verein "Peru-Aktion" e.V. in Deutschland. 1989 konnte dann die Arbeit auf der Hazienda unter der Leitung des Pädagogikdozenten Hugo Fernández beginnen.

Die finanziellen Mittel werden von der Peru-Aktion in Deutschland zusammentragen. Im Laufe der Jahre ist ein fester Spenderkreis entstanden: Viele engagierte Einzelpersonen, aber auch Schulen, Kindergärten, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Unternehmen ermöglichen die Arbeit mit regelmäßigen Spenden. Besonders wichtig sind inzwischen unsere deutschen Paten, die mit einem monatlichen Beitrag jeweils einen Schüler, Studenten oder Mitarbeiter unterstützen.

Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und werben mit Hilfe von Vorträgen und aktuellen Informationen um weitere Mitglieder, Spender und Paten. Die SpUnser neuer Vorstand 2009endengelder kommen fast ausschließlich dem Projekt zugute. Verwaltungskosten sind minimal. Der Verein ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen. In regelmäßigen Arbeitssitzungen werden die Belange von PROSOYA diskutiert zwischen dem Vorstand und der peruanischen Projektleitung abgestimmt.  Jährliche Besuche einzelner Mitglieder vor Ort ergänzen die gemeinsame Arbeit.

 

Organigramm2

Krista Schlegel im Interview finden Sie über "mehr",  rechts unten!

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