PROSOYA QUILLAZÚ - Mädchenprojekt -
Mit PROSOYA QUILLAZU entwickelt sich ab 2007 das zweite PROSOYA-Projekt.
Ein Projekt, das die Situation der Mädchen unterstützt.
Im Projekt PROSOYA Quillazu absolvieren die Mädchen eine Ausbildung, die es ihnen ermöglichen soll, später einen eigenen Haushalt verantwortungsbewusst zu führen.
Ausbildungsbereiche für die Schülerinnen:
- Hauswirtschaft und Ernährung
- Gesundheits- und Hygiene-Erziehung
- Textiles Gestalten
- Imkerei
- Kaffeeanbau
- Bio-Gemüsegarten und Kleintierhaltung
Frauke Zander und Gabriele Skudelny betreuen das QUILLAZU-Projekt auf der deutschen Seite. Gabriele Skudelny
Kirchenstarße 78
22848 Norderstedt
E-Mail:
gskudelny@wtnet.de
Spender finanzierten den Start von QUILLAZU
Bislang konnten wir erfolgreich Einzelspenden für das Projekt gewinnen, vorrangig über den Rundbrief der Peru-Aktion und durch Mundpropaganda. Auch einige Dauerspender haben sich engagiert und gaben und geben uns Hoffnung, die weitere Finanzierung des Projektes sichern zu können.
Für die ersten sechs Mädchen haben wir Paten gefunden, die uns mit einer monatlichen Dauerspende von 25,00€ bis 30,00€ unterstützen.
Wir konnten nicht allen Spendern, die ein Patenkind haben wollten, ein Mädchen zuordnen, da wir zur Zeit mit den finanziellen Mitteln nur sechs Mädchen aufnehmen können. Das Projekt soll langsam wachsen und nach und nach um weitere Wohngruppen ergänzt werden. Außerdem gilt es, Paten für unsere Mitarbeiter im Projekt zu finden, damit ein Grundstock für die monatliche Finanzierung vorhanden ist.
Zahlen und Fakten
Das Grundstück von 28 ha wurde mit besonderen Spenden der Gruppe amntena e.V. und der Stiftung Mensch und Tier finanziert.
Elsa Lombardi, eine Architekturstudentin aus Lima, hat sich für ihre Diplom-Arbeit die Planung der Anlage zur Aufgabe gemacht. Architekt Heinrich Kleimann - Mitglied der Peru-Aktion - hat die Entwürfe für den ersten Bau fachkundig ergänzt und ausgearbeitet.
Baubeginn
Nach dem Ende der Regenzeit im Mai /Juni 2007 werden auf dem Grundstück mehrere Entwässerungsgräben gezogen, damit das anfallende Wasser zum Fluss ablaufen kann. Das Erdreich besteht zu großen Teilen aus Ton, so dass die anfallenden Regenmengen nicht versickern können. Anschließend kamen die Maschinen zum Einsatz, die die vorgesehene Terrassierung vornahmen. Zum Ende von 2007 stand der Rohbau des Gebäudes, es konnte der Dachstuhl errichtet werden und mit Wellblech abgedeckt werden.
Erste Familiengruppe (NUCFA)
Im März 2008 wurde die erste Gruppe von sechs Mädchen aufgenommen. Unser Projektleiter Hugo musste aus 26 Bewerberinnen auswählen.
Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts Liz, Edith, Janeth, Ruthmary, Roxana und Margot.
Betreuung und Beschäftigung der Mädchen im Projekt
Die Mädchen werden die Sekundarschule im Dorf besuchen, die direkt an unser Grundstück angrenzt und von Nonnen geleitet wird. Eine Kooperation mit dieser Schule wurde bereits vereinbart.
Enedina Marino hat im März 2008 die Betreuung des Mädchenprojektes vor Ort übernommen. Sie wird das bewährte pädagogische Konzept von PROSOYA YANACHAGA auch für die Mädchen in Quillazú umsetzen. Rosa Camacho, eine Frau aus dem Dorf, kocht für alle und leitet die Mädchen in der Küche an.

Die Mädchen besuchen die in der Nachbarschaft liegende Sekundarschule in Quillazú, die von Nonnen geleitet wird. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.
Versorgung / Aktivitäten
Um den Speiseplan mit gesundem Gemüse ergänzen zu können, wurde im Sommer 2008 ein kleiner Biogarten angelegt, den die Mädchen bewirtschaften.
Die vom Rotary Club Norderstedt gestifteten Nähmaschinen machen es möglich, dass Enedina die Mädchen am Nachmittag im Nähen unterrichtet.
Auch ein vom Rotary Club gespendeter Backofen wird zu Unterrichtszwecken genutzt. Es gibt selbst gebackenes Brot und verschiedenes Gebäck.
Geplant ist auch die Haltung von Kleinvieh - von Hühnern und Meerschweinchen - und vielleicht auch von einigen Rindern.
Außerdem sind wir bemüht, einheimische Fachkräfte für Schulungen in Informatik und Gesundheitserziehung zu gewinnen.
Unserer Dank gilt insbesondere:
amntena und der Stiftung Mensch und Tier, Freiburg, durch deren großzügigen Spenden wir das Grundstück von 28 ha erwerben konnten. Auch der Lions Club in Reutlingen und das Marianne Weber Gymnasium in Lemgo sowie das BMZ, mehrere Schulen, Gemeinden und Privatpersonen haben mit größeren Summen geholfen. So konnte das Haus relativ schnell gebaut und die Innenausstattung von Küche, Wohn- und Schlafräumen langsam vervollständigt werden.


