PROSOYA (PROgrama SOcial YAnachaga)
20 Jahre PROSOYA - Hilfe zur Selbsthilfe
1989 bildete sich die deutsche Gruppe Peru-Aktion e.V., deren Mitglieder sich darum kümmern, finanzielle Mittel aufzutreiben, um Menschen in Peru helfen zu können.
Im Laufe der Zeit wurde ein recht heterogener Spenderkreis aufgebaut. Viele Privatpersonen, Schulen, Kirchengemeinden und 'Eine Welt' Gruppen unterstützen PROSOYA mit regelmäßigen Spenden.
Dazu kommen immer mehr Freunde, die sich bereit erklärt haben, Patenschaften für Schüler oder Mitarbeiter zu übernehmen. Sie zahlen einen monatlichen Betrag von 25€ bis 30€. Dieses Geld wird zur Finanzierung von Unterkunft und Verpflegung eingesetzt. Außerdem bekommen die Jugendlichen ein kleines Taschengeld, mit dem sie ihr Schulmaterial, Seife, Zahnpasta usw. bestreiten können.
Hugo Fernández, der frühere Partner von Rolf Schlegel im peruanischen Erziehungsministerium, übernahm gleich nach dem Kauf der alten Hazienda die Leitung des Projektes und setzte nach und nach das vereinbarte Programm um. Bereits im Jahre 1989 wurden die drei Hauptziele in Angriff genommen:
- Die praktische, alternative, nichtschulische Ausbildung der Jugendlichen, die entweder Waisen waren oder aus extrem sozialschwachen Familienverhältnissen kamen.
- Die Förderung der in der Nähe gelegenen Dorfgemeinschaft durch vielfältige Maßnahmen.
- Die ökologische Ausrichtung und die Wiederaufforstung der brandgerodeten Berghänge mit einheimischen Baumarten zur Bewahrung des empfindlichen Ökosystems.
Das Projekt erhielt den Namen PROSOYA (PROSOYA = PROgrama SOcial YAnachaga)
1989 begann die Arbeit mit 6 Schülern aus Lima. Sie lebten wie in einem Internat im Projekt, und halfen nach dem Schulunterricht beim Auf- und Ausbau der Hazienda und ihren Werkstätten. Heute präsentiert sich dem Besucher ein liebevoll gestaltetes Anwesen in weiß-blauen Farben. 40 Kinder im Alter ab 13 Jahren, die bereits im Sekundarschulalter sind, haben Aufnahme gefunden. Sie besuchen die Sekundarschule im Dorf bis zu ihrem Abschluss. Nachmittags haben sie Unterricht in 7 verschiedenen Werkstätten und entdecken dabei ihre Neigungen und Fähigkeiten für einen späteren Beruf. Nach dem Sekundarabschluss bleiben sie noch ein Jahr im Projekt, um sich in zwei Werkstätten beruflich zu spezialisieren. So sind sie gut für ihr weiteres Leben gerüstet.


